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Elisabeth Zöller: Und wenn ich zurückhaue



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Name:

Elisabeth Zöller


Stadt:
Brilon |mehr Infos zur Region 
Genre:
Kinderbuch, Jugendbuch
Vita:
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Bibliografie:
|mehr dazu 
E-Mail:
zoeller.sandmann(a/)gmx.de
 

Vita


Elisabeth Zöller über sich
Geboren bin ich 1945 in Brilon, dort habe ich auch die ersten Jahre
meiner Kindheit verbracht. Ab 1951 lebte ich mit meinen Eltern und
Geschwistern in der Nähe von Münster, ich machte dort Abitur und ging
dann mit 19 Jahren nach München, Lausanne und Münster zum
Studium. Und zwar studierte ich Kunstgeschichte, Deutsch, Französisch
und Pädagogik. Ich studierte diese Fächer, weil ich mich auf meinen
späteren (Traum-) Beruf als Schriftstellerin vorbereiten wollte.
Obschon ich nicht erwartet hatte, dass ich eine gute Lehrerin werden
würde, begeisterte mich mein Beruf von Beginn an. Ich habe einfach
gern unterrichtet, es waren meist Schüler der 12. und 13. Klassen. Ich
habe mit ihnen Texte gelesen, Texte entworfen, Theater gespielt,
kreativ zu Texten gearbeitet, mit viel Engagement auf beiden Seiten.

Das war in gewisser Weise Vorbereitung für mein Schreiben, aber auch
ein Ausleben der Begeisterung am geschriebenen Wort. Als ich dann
über 40 Jahre alt war, wollte ich den Traum Schriftstellerin zu sein,
endlich erfüllen. Ich verließ die Schule und begann zu schreiben. Es
war von Anfang an und vor allen Dingen die Faszination, durch Worte
etwas zu bewirken, den jungen Menschen Worte zu geben und damit
im Bewusstsein, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, etwas
ändern zu können, sei es durch Humor, oder eingängiges und
spannendes Aufdröseln eines Problems. Mit Texten, die rhythmisch
schön, thematisch und von den Motiven her eingängig, im Aufbau
spannend sind, vor allem aber glaubwürdig, ehrlich, hoffnungsvoll,
ohne zu verniedlichen. Das alles. um den Leser zu faszinieren.

Im Jahr 1990 kam mein erstes Buch heraus. Seitdem sind es über
50 Bücher geworden. Einmal zu Gewalt, Drogen und Tod, bei denen
die Recherche eine sehr große Rolle gespielt hat, dann aber auch
Unterhaltendes, Humorvolles, auch poetische, fast meditative Texte,
die für mich der Ausgleich und das Bindeglied zwischen den ernsten
und lustigen Themen
sind.

Diese drei Bereiche ergänzen sich, obwohl sie sich nach außen zu
widersprechen scheinen: Werden hier Gewalt und Verletzungen
angesprochen, ist dort Humor und Augenzwinkern angesagt, die aber
nur bei eigener innerer Ruhe und Ausgeglichen-heit glaubhaft
darstellbar sind.
Ich bin sehr froh, dass ich mir meinen Kindheitstraum Schriftstellerin
zu werden, langsam realisieren konnte. Viele Ideen haben mir meine
Kinder gegeben. Und zwar einfach durch ihr Aufwachsen und
Aufwachen. Ich glaube, dass auch jeder Schrift-steller viel aus seiner
eigenen Kindheit mit sich herumträgt und in seinen Texten wieder
wachrüttelt und lebendig werden lässt.

An vielen Orten habe ich meine Texte geschrieben und jetzt ist es ein
modernisierter, unter Denkmalsschutz stehender Bauernhof in
Münster aus dem Jahr 1833, mit viel Grün rundherum und einer
dreihundertjährigen Eiche vor dem Dielenfenster. Eine Umgebung, die
einlädt, nach vorn und zurück zu schauen. Ich hoffe, dass ich an
diesem Ort noch viele Texte schreiben kann, viele Texte, in denen
große, kleine, neugierige, lachende, weinende, trauernde, mutige
Menschen lebendig werden und die in die Köpfe der Leser wenigstens
eine kleine Spur von Zuversicht, Lebensmut oder auch Freude
einpflanzen.

Auszeichnungen und Preise

1990 Hungertuchpreis des Hessischen Schriftstellerverbandes
1993 / 94 Stipendien des Landes Niedersachsen für zwei
Bücher über
Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
1994 Auswahlliste „La-Vache-Qui-Lit“, Schweiz
1995 Auswahlliste „La-Vache-Qui-Lit“, Schweiz
1998 Paderborner Hase, Paderborn
2001 Katholischer Kinder – und Jugendbuchpreis,
Deutschland
2004 Prix Chronos, Schweiz
2005 Gustav-Heinemann-Friedenspreis, Deutschland

Über Elisabeth Zöller
Ihr Traum war es schon als Kind, Schriftstellerin zu sein, genauer
gesagt, später einmal Schriftstellerin zu werden. Denn sie wusste
genau, dass sie zum Schrift-stellerdasein eine Menge aus dem Leben
im Kopf würde sammeln müssen, Worte aus dem Alltag, Erlebnisse,
eigene Erfahrungen und die anderer Menschen, deren Aktion und
Reaktion, kurzum alles, was man für Erzählungen braucht, um sie
wirklichkeitsnah und glaubhaft darstellen zu können. Das hat sie
dann auch getan, ohne jemals ihr Ziel aus den Augen zu verlieren.

Heute lebt Elisabeth Zöller wieder in Münster. Zwischendurch hat sie
ungefähr 20 Jahre in Hannover gewohnt und dort 1989 angefangen zu
schreiben, mitten unter ihren drei Kindern, die nun erwachsen sind.

Sie schreibt für Kinder und Jugendliche. Es sind inzwischen über 50
Bücher von ihr erschienen. Sie schreibt Bücher über ernste Themen,
aber ebenso witzige, heitere Familiengeschichten, Gedichte und
Lieder, Bilderbücher – Bücher für Kinder ab 8 bis zu Jugendbüchern,
die auch viel von Erwachsenen gelesen werden. Zu den ernsten und
sozialpolitisch aktuellen Themen gehören ihre Beiträge zur Gewalt
unter Kindern und Jugendlichen. Das ist einer ihrer Schwerpunkte,
insbesondere bei ihren Lesun-gen im In- und Ausland.

Sehr viel unbeschwerter geht es zum Beispiel zu in ihren Büchern über
die Erleb-nisse der Chaosfamilie König, der Fünf Nervensägen, oder
der drei Kriminalisten aus der Pappelstrasse, die alle in Familie,
Schule und Freizeit viel miteinander erleben und nach einigen
Irritationen letztlich immer wieder zusammen durch Dick und Dünn
gehen.

Gerade ist ihr neustes Buch für 8 – 12 - jährige über einen
behinderten Jungen im Dritten Reich erschienen, der Öffentlichkeit
von ihr vorgestellt im Jüdischen Museum in Berlin im September 2004
(ANTON oder die Zeit des unwerten Lebens). Mit Brigitte Kolloch hat
sie eine Buchreihe für 4 – 8 - jährige begonnen, darin spiegeln sich
soziale Themen, Mut, Wut, Streit und Trotz, Tod, Trauer und Lachen
(bisher 3 Bände erschienen).

Genau dieser Spannungsbogen zwischen kleinen Geschichten und den
umfang-reicheren, schwierigen, zwischen den ernsten, traurigen
Themen und denen zum Lachen, dieser Spannungsbogen ist es, der
sie an ihrer Arbeit so begeistert und sie immer wieder zu neuen
Themen, Motiven und Texten führt und als Schriftstellerin
erfolgreich macht.
 

 

 

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